Dienstag, 9. Juni 2015

Brot backen

Wenn ich genug Zeit habe, oder wenn ich wiedermal vergessen habe, eins zu kaufen, dann backe ich mir mein Brot selber. Meist versuche ich zumindest einmal pro Woche eins zu machen.

Ich liebe den Duft von frischgebackenem Brot und ich habe ein superleckeres Rezept gefunden, nachdem ich jetzt eigentlich immer backe:

  • 250g Roggenmehl (ich mahle es mir immer frisch, habe eigentlich immer Roggen, Weizen und Dinkel auf Vorrat daheim - so kann ich mir immer was mahlen, wenn ich gach mal ein Mehl brauche)
  • 350g Dinkelmehl (lt. Rezept wäre es Weizenvollkornmehl, ich mag beides sehr gern)
  • 90g Natursauerteig (ich hab hier meist etwas auf Vorrat daheim: falls man keinen hat kann der einfach selber zubereitet werden: 200g frisch gemahlenes Roggenmehl + 200g Wasser 4 Tage stehen lassen, jeden Tag umrühren. Zur Konservierung 2% Salz (von der Mehlmenge ausgehend, also 4g) dazugeben. Dann kann er einige Zeit im Kühlschrank lagern)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • Ca. 320 ml lauwarmes Wasser
  • 1 gestr. EL Salz
  • 1 EL Brotgewürz (nehme hier gern das von Sonnentor oder misch es mir selber (Anis, Fenchel, Kümmel (ev. Koriander))
Das Roggenmehl und das Dinkel- oder Weizenmehl in eine Schüssel geben. Mit dem Sauerteig, dem zerbröckelten Germ, dem Wasser, dem Salz und dem Brotgewürz zu einem festen Teig kneten. Am besten das Wasser nur nach und nach zugeben, bis ein schöner fester Teig entsteht. Sollte mehr Wasser benötigt werden, ist das natürlich völlig ok. :)
Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 min gehen lassen (an einem schönen Tag einfach in die Sonne stellen, an einem kalten Tag am besten an den angeheizten Ofen).
Eine Kastenform mit etwas Sonnenblumenöl einfetten.
Den aufgegangenen Teig nochmals kurz dynamisch durchkneten und dann in die Kastenform geben. Entweder einmal der Länge nach oder mehrmals quer einschneiden. Den zugedeckten Teig nochmals 20-30 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.
Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Das Brot im vorgeheizten Backrohr auf der unteren Schiene 50-60 Min. Backen. Herausnehmen und das Brot in der Form etwas auskühlen lassen. Dann von der Form lösen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen.


Ich liebe dieses Brot und es hält auch echt lange frisch.

Gerne freue ich mich auch über andere leckere, getestete Rezeptvorschläge!

Montag, 8. Juni 2015

Radieschenpesto

Dieses Wochenende war ja DAS Grillwetter. Daher haben natürlich auch wir endlich unseren Griller entstaubt und die Grillsaison eröffnet. Selbstverständlich dürfen beim Gegrillten die lercker Saucen und Salate nicht fehlen. Daher hab ich meinen kleinen, neu angelegten, Gemüsegarten geplündert und Radieschen, Pflücksalat und Häupelsalat geerntet.

Als ich so meine Radieschen vom Grün befreite, erinnerte ich mich, vor kurzem gelesen zu haben, das da ja auch ein lecker schmecker Pesto draus gezaubert werden kann. Das Radieschengrün sah echt superlecker aus und viel zu schade zum wegschmeißen. Daher:
  • Radieschengrün (soviel man halt hat)
  • Etwas Nüsse dazu (Cashew oder Mandeln (ich hatte nur noch letzteres daheim und somit hab ich es damit versucht, schmeckte ebenfalls vorzüglich)
  • Etwas Öl dazu (ich nehme natives, Bio-Olivenöl, fruchtig scharf von Bio-Planete)
  • Noch ein Stückchen Parmesan gerieben
  • Salz und Pfeffer
Ich habe einen kleinen Mixer für den Kenwood Chef, bin mir aber sicher, dass es auch mit einem Pürierstab funktioniert. Wenn alles in einem gemacht werden soll ist die beste Reihenfolge jene: Nüsse klein hacken, Radieschengrün und Öl dazu und hacken, Parmesan reiben und untermischen, salzen und pfeffern.

Ich sag euch: einfach ein Gedicht!!!

Bzgl. Abhalten: leider sind wir momentan nicht ganz so weit, wie ich es mir erhofft hatte. Momentan gackselt mein kleiner lieber fröhlich in die Windel als ins Keramik :( (von wegen wie in meinem früheren Post erwähnt, eine Mutter weiß das.... HAHAHA) dafür klappts mit dem kleinen Geschäft immer besser und ich merke schon relativ häufig, wenn was kommt. Zumindest, wenn er keine Windel anhat. Mit Windel ist es schwer erkennbar.
In der Nacht trägt er nach wie vor Windeln. Das wird sich vermutlich auch nicht so bald ändern....

Mittwoch, 6. Mai 2015

Stoffwindeln - Windelfrei

Leider bin ich nicht der supermotivierte Blogger, aber ich werde versuchen mich dran zu halten. :)

Ich bin ja mittlerweile Mama von zwei süßen Jungs (3,5 Jahre und 2 Monate) und ich möchte in meiner Lebensweise versuchen, ihnen erstmal wichtige Werte mitzugeben und außerdem meine Lebensweise so zu gestalten, dass auch für sie das Leben auf unserer Erde noch lebenswert ist.

Ich habe mich da schon bei meinem ersten Kind intensiv mit dem Thema "Stoffwindeln" beschäftigt. Daher habe ich mich damals dazu entschieden meinen Sohn in Stoffwindeln zu wickeln. Nach viel herumprobieren mit unterschiedlichsten Herstellen habe ich mich schlussendlich für die "Coolababy" entschieden. Und zwar aus dem Grund, da die damals der einzige Hersteller war, der die Windeln mit Druckverschluss hergestellt hat. Die, die mit Kletter zu schließen waren, haben mir nicht so gefallen, da die meinen Sohn im Bauchbereich immer etwas gekratzt haben und daher rote Striemen hinterlassen haben. Die Zweihöschenwindeln waren mir zu kompliziert, wenn über das Windelhöschen noch ein zweites Höschen benötigt wird. Mir haben die Einhöschenwindeln mehr gefallen und auch mein Mann fand die besser, da sie vom Verwenden an Wegwerfwinden erinnern.
In Niederreich macht es auch wirklich Sinn, sich Stoffies anzuschaffen, weil dies sogar vom Land finanziell unterstützt wird (von den anderen Ländern weiß ich das leider nicht so genau, dies erfährt man aber beim Melden des Kindes).

Diesmal jedoch habe ich mich ganz intensiv mit dem Thema "Windelfrei" beschäftigt und ich versuche meinen zweiten Sohn ohne Windeln aufzuziehen.
Wir haben in seiner ersten Lebenswoche begonnen, und zwar, als wir vom Krankenhaus heim gekommen sind. Wir haben es recht fix geschafft, das große Geschäft nur noch ins Töpfchen oder ins Waschbecken gehen zu lassen. Das funktioniert mittlerweile ziemlich einwandfrei, ist nur etwas schwierig, wenn wir unterwegs sind, weil hier oft die Möglichkeiten nicht so gegeben sind, bzw. er sich in fremder Umgebung auch nicht immer so leicht tut.
Wie erkenne ich das große Geschäft, fragst du dich? Naja... Zu Beginn wars meist so, dass er gestillt wurde und dann anfing, nicht mehr ordentlich zu trinken, sondern immer am Busen an- und abzudocken. Ich hab in solchen Momenten versucht, ihn irgendwo (Schüssel, Topferl oder Waschbecken) abzuhalten und oftmals ist was reingegangen. Mittlerweile habe sich seine Zeichen verändert und er fängt zu drücken an. Fast jede Mutter erkennt das, wenn das große Geschäft ansteht. Wenn dieser Zeitpunkt genutzt wird und das Baby irgendwo drübergehalten wird, ersparen wir uns die Wickelei oder im schlimmsten Fall das Brausen des Babys ;)

Ich steh da echt drauf, weil ich super die Stoffwindeln, die ich schon zu Hause habe, verwenden kann und ich aber die Sauerei mit dem Gaggsi drin nicht habe. Navhdem jetzt zudem die warme Jahreszeit kommt, können wir das auch noch etwas forcieren und es werden mit Sicherheit noch Einträge hier im Blog folgen.

Beim kleinen Geschäft sind wir nämlich noch nicht so weit. Da tu ich mir oft noch recht schwer, das zu erkennen. Momentan praktizieren wir auch nicht "Windelfrei" sondern "Windelminimiert" :)
Wann es jedoch eigentlich immer Sinn macht, meine kleinen Mann übers Waschbecken zu halten, ist nach dem Munterwerden. Da geht immer was. Und ich muss sagen ich hoffe, dass ich es in der jetzt kommenden warmen Jahreszeit schaffe, wirklich auf "windelfrei" zu kommen.

Freitag, 24. April 2015

Löwenzahnlikör

Löwenzahn ist ein Allheilmittel und ein echtes Leckerli!

  • Er hat 9x mehr Vitamin C als ein Kopfsalat
  • Er hat jede Menge Kalzium und Spurenelemente
  • Er hat Bitterstoffe, Flavonoide, Carotine und Inulin

Löwenzahn regt frisch als auch als Tee (1 gestrichener TL getrocknete oder 10 frische kleine Blätter auf 1/4 l kochendes Wasser - 5 min ziehen lassen) die Sekretion der Leber, der Bauchspeicheldrüse und des Darms an. 
(Frei nach "Mein Kräuterschatz" von Karoline Postlmayr)

Ich persönlich liebe den Löwenzahn als Salat und im Besonderen als Löwenzahnlikör!
Omgnomgnom....

Als wir vor etwa fünf Jahren in unser Haus gezogen sind, war unser Garten voller Löwenzahn. Ich wusste nicht, wie ich ihm Herr werden konnte und träumte des Nachts schon vom Löwenzahnausstechen. :oO
Dann allerdings habe ich mich dazu entschieden, den Löwenzahn zu nutzen. Immerhin ist er echt lecker und gesund. Mittlerweile hab ich schon fast keinen Löwenzahn mehr... Jetzt muss ich schon in fremden Gärten plündern gehen. :o) Heute im Garten meiner Schwiegereltern! Immerhin ist mein Likör vom vorletzten Jahr (letztes Jahr kam ich nicht dazu) leergetrunken (recht lang hält er nie an) - jetzt muss für Nachschub gesorgt werden! 

Darum hier für alle, die das auch versuchen wollen das Rezept:

60 Löwenzahnblüten (nur das Gelbe)
1 Bio-Zitrone
1 Liter Korn (habs aber auch schon mal mit Bacardi gemacht - hatte ich noch über. War auch lecker)
300 gr Honig
400 ml Wasser

Die Blüten (nur das Gelbe) in ein großes Glas füllen. Die Zitrone in Scheiben schneiden und dazu geben. Den Alkohol zufüllen und 1 Woche stehen lassen.

Den Ansatz erst durch ein Sieb und dann durch eine Kaffefilter (oder ein Geschirrtuch, oä) filtern.
Das Wasser mit dem Honig unter ständigem Rühren erwärmen, bis sich der Honig aufgelöst hat.
Abgekühlt die Honiglösung mit dem Ansatz vermischen. In Glasflaschen abfüllen und mindestens 3 Monate hell stehen lassen.
(Nach einem Rezept aus kochbar.de)

Dienstag, 21. April 2015

Start

Jetzt hab ich schon einige Zeit darüber nachgedacht und endlich die Muße gefunden, einen Blog zu erstellen, umzusetzen.

Der Inhalt meines Blogs wird von ökologischer Lebensweise handeln, die auch mit Kindern umzusetzen ist. Besonders das Thema wird, finde ich, hierzulande erstens zu wenig behandelt und zweitens VIEL zu wenig umgesetzt. Eine Freundin meinte, ich soll doch mein Wissen diesbezüglich teilen, da viel zu wenig Mamas auch bescheid wissen. Also probier ich das mal über diesen Weg. :)

Heute habe ich das erste Mal versucht, meine Haare mit Roggenmehl zu waschen. Hast du noch nie gehört? Ich vor Beginn meiner Recherchen auch nicht. :) Das Rezept habe ich von smarticular.net: 300 ml lauwarmes Wasser mit 5 EL Roggenmehl mischen (Rezept für lange Haare), ca. 1-2 Std. quellen lassen und dann ab ins Haar. Ich kann mal sagen: frisch gemahlener Roggen und dieses Experiment, kombiniert mit einem frisch geputzten Bad ist nicht schön... :o In meinem Haar klebten die weniger fein gemahlenen Teile des Roggens, mein Baby knaufte auf der Wickelkommode und das frisch geputze Waschbecken war eingesaut. Genau wie der soeben gesaugte Badezimmerboden. Naja. Probieren musste ich es trotzdem. Und ich bin mir sicher, ich tu's nochmal. Diesmal mit gesiebten Mehl. Ich werde davon berichten. :)

Ich freue mich auch über Kommentare und Tipps.